Heinrich Eger von Kalkar

 

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Kartäuser

Theorie

 

 

 

 

Lebenslauf

*1380 in Kalkar/Niederrhein, aus reichem Patriziergeschlecht. Studium der artes liberales in Köln und Paris. Nach seiner Rückkehr nach Köln wurde er zunächst Chorherr, trat aber 1365 in Köln dem Kartäuserorden bei. 1367-72 Prior der Kartause Monnikhuizen bei Arnhem, später Rector in Roermond, Prior in St. Barbara in Köln und Prior in Marienberghe in Strassburg. Visitator der Ordensprovinz Alemannia inferior, ab 1396 wieder einfacher Mönch in der Kartause St. Barbara in Köln. †20.12.1408 in Köln

 

Werke

Von Heinrich Eger ist eine stattliche Reihe von Werken erhalten, darunter eine Geschichte des Kartäuserordens (Ortus et decursus ordinis Cartusiensis), Predigten und Collationes, eine Abhandlung über die Rhetorik (Loquagium de rhetorica) sowie Briefe und spirituelle Traktate.

 

Musik

Heinrich Eger von Kalkar dokumentierte seine Musikauffassung in seinem Kompendium Cantuagium de musica, geschrieben in Köln 1380, worin er eine Zusammenfassung der Theorie und Praxis des Gregorianischen Gesangs bietet. Berücksichtigt ist nur der einstimmige Gesang, Mehrstimmigkeit und Instrumentalmusik lehnt er als lasziv ab. Das Cantuagium wurde möglicherweise zur Unterweisung kartäusischer Ordensangehöriger geschrieben.

 

Literatur

Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon

Das Cantuagium des Heinrich Eger von Kalkar, ed. Heinrich Hüschen, Beiträge zur rheinischen Musikgeschichte, Heft 2 (Köln 1952)

Hascher-Burger 2002, 193-195, 202

 

 

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zuletzt bearbeitet am 04-06-2011

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