Instrumentalmusik

 

home

Quellen

 

 

 

 

 

 

 

 


Engel mit Flöte, Detail aus einer Prozessionslaterne des Klosters Wienhausen

 

Über Instrumentalmusik in Kreisen der Devotio moderna ist nur wenig bekannt. Die notierte Musik ist durchgehend vokal, nur wenige Anweisungen deuten darauf, dass bei der Ausführung vielleicht auch Instrumente beteiligt gewesen sein könnten.

Die Klöster der Windesheimer Congregation waren im allgemeinen im Blick auf die Musik recht streng, wenn man den Ordinarius als Masstab nimmt. Angestrebt war reine Vokalmusik. Orgelspiel war seit 1484 verboten, überhaupt begegnete man der Musik als Kunst eher misstrauisch (siehe Theorie). 

Doch sind in einigen Chroniken Hinweise darauf überliefert, dass in der Praxis des Alltags Ausnahmen gemacht wurden: immer wieder wird von verschiedenen Musikinstrumenten gesprochen, die in Bruderhäusern, Schwesternhäusern und Klöstern aus unterschiedlichen Gründen gespielt wurden.

Dass die Windesheimer Bestimmungen in Reformklöstern offenbar weniger streng gehandhabt wurden als in den eigenen Klöstern, zeigt die Chronik des von Johannes Busch reformierten Zisterzienserinnenklosters Wienhausen. Mit Einführung der Reform im Jahr 1470 wurde dort das Orgelspiel und Instrumentalspiel nicht völlig verboten, sondern während der Mette und der Vesper. Bereits  1489 und 1496 wurde eine neue Orgel für das Kloster gebaut.

Diese Hinweise auf eine - wenn vielleicht auch spärliche - Tradition der Instrumentalmusik in Kreisen der Devotio moderna sollen im folgenden gesammelt werden. Aber auch Bestimmungen, die Musikinstrumente verboten, sind hier aufgenommen.

 

Literatur

Bruning u.a. 1963, XXII.

Hascher-Burger 2004

 

Zurück

zuletzt bearbeitet am 07-06-2011

Copyright © 2002 U. Hascher-Burger. Alle Rechte vorbehalten.