Kloster Soeterbeeck

 

home

Quellen Soet.

Aug. Chorfrauen

 

 

 

 

 

 

 

 



Kloster Soeterbeeck bei Ravenstein

Geschichte

Um 1448 entstand eine Gemeinschaft von drei frommen Frauen in Suetbeeck in Nederwetten bei Eindhoven, die zunächst als Schwestern vom Gemeinsamen Leben, ab 1454 aber als Augustiner Chorfrauen zusammenlebten. 1462 verlegten die Chorfrauen ihr Domizil aus den Sumpfgründen in Nederwetten in das höher gelegene Nuenen bei Eindhoven. Den Namen Soeterbeeck behielten sie bei.

Wie so viele Augustiner Chorfrauengemeinschaften wurde auch Soeterbeeck nicht zum Kapitel von Windesheim zugelassen. Doch lebten sie im Geist der Devotio Moderna und bezog seine Rektoren mehr als 300 Jahr lang aus dem Windesheimer Chorherrenkloster Marienhage in Woensel bei Eindhoven, eine Verbindung, die sich auch in der Handschriftenproduktion dieses Klosters für Soeterbeeck niederschlug.

Soeterbeeck gehörte zum Kapitel von Venlo, einem Zusammenschluss augustinischer Chorfrauenklöster in Brabant, das 1455 auf Initiative des Bischofs von Luik, Johannes von Heinsberg, zustande kam. Diesem Kapitel gehörten zunächst die Klöster Mariaweide in Venlo, St. Agnes in Maaseik, Mariagaarde in Roermond, später auch Soeterbeeck, Onze Lieve Vrouw in de Hage bei Helmond, Bethanien oder Windmolenberg in 's-Hertogenbosch und Nazareth in Waalwijk.

Als Folge des achtzigjährigen Krieges sowie der Einführung der Reformation waren die Klöster ab dem 16. Jahrhundert zunehmend gezwungen, zu fusionieren, wenn sie nicht aufgehoben wurden. Handschriften fanden so ihren Weg von einem Frauenkloster in das andere, und am Ende in die Bibliothek von Soeterbeeck. Unter kirchenpolitischem Druck zogen die Schwestern von Soeterbeeck 1732 in die katholisch gebliebene Enclave Ravenstein, wo sie 1733 ein neues Kloster bauten.

1971 wurde die neue Kongregation der Regularkanonikerinnen von Windesheim ins Leben gerufen, in der die übrig gebliebenen Frauenklöster der Devotio moderna sich zusammenschlossen. Soeterbeeck ist darin das letzte Windesheimer Frauenkloster auf niederländischem Boden.

1997 entschloss sich die Gemeinschaft, aus Überalterung und mangels Nachwuchs in das Klosteraltersheim Sint-Jozefsoord in Nuland überzusiedeln. Die Klostergebäude wurden an die Radboud Universiteit in Nijmegen übertragen, die ein Studienzentrum errichtete. Die Bibliotheksschätze wurden in die Universiteitsbibliotheek Nijmegen überführt.

 

Die Bibliotheksbestände des Klosters

Die Bestände der Bibliotheek des Klosters Soeterbeeck stammen aus einer Reihe von Frauenklöstern, die beim Kapitel von Venlo angeschlossen waren. Durch Umlegung und Zusammenschluss wanderten die Handschriften von einem Konvent in den anderen, um zum Schluss in Soeterbeeck miteinander verenigt zu werden.

1613 schlossen sich die Schwestern des Klosters Sint-Annenborch aus Rosmalen dem Klooster an, nachdem es davor bereits Zufluchtsort für die Frauen aus dem Kloster Onze Lieve Vrouw in Hage bei Helmond (zerstört 1543) und die Bewohnerinnen des Klosters Sint-Annentroon in Driel (verlassen 1572) gewesen war. 1954 zogen die Schwestern aus dem Kloster Mariëndal in Sint-Oedenrode nach Soeterbeeck.

Einige Handschriften verweisen auch auf das Windesheimer Chorherrenkloster Marienhage in Woensel bei Eindhoven, aus dem sich von 1452 bis 1744 die Rektoren und Socii des Klosters Soeterbeeck rekrutierten.

Für erhaltene Handschriften mit Musik siehe Quellen Soeterbeeck

 

Literatur

R. Th. M. van Dijk (red.), Het klooster Soeterbeeck te Deursen 1732-1982. Tilburg 1982. [Bijdragen tot de geschiedenis van het zuiden van Nederland 53]

Frenken 1931-1932

Kienhorst 2005

H. Tummers (red.), Priorij Soeterbeeck te Deursen. Nijmegen 2000 [Nijmeegse Kunsthistorische Cahiers 6]

Kienhorst 2009

 

Online

Online-Katalog der Soeterbeeck-Handschriften der UB Nijmegen, zum Teil vollständig digitalisiert.

Johan Oosterman, The archaeology of a collection. The example of Soeterbeeck.

 

CD

2011 neu erschienen: Cd Leven en sterven als zuster van Soeterbeeck, aus geführt von Ensemble Cercamon. Siehe Discographie.

 

Zurück

zuletzt bearbeitet am 06-06-2013

Copyright © 2002-2003 U. Hascher-Burger. Alle Rechte vorbehalten.