Suster Bertken

 

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Liederdichter

Aug. Chorfrauen

 

Lebenslauf

Die Rekluse Berta Jacobs (1426/27 - 1514), bekannt als Suster Bertken, lebte 57 Jahre in einer Klause an der Buurkerk in Utrecht. Einem Bericht, der ihrem Sarg beigegeben wurde und den wir in mittelniederländischer Übersetzung besitzen, können wir einige Hinweise auf ihr Leben entnehmen. 

Sie ist geboren als uneheliche Tochter eines Propstes der Pieterskerk in Utrecht, wahrscheinlich von Jacob van Lichtenberg, der 1410 Propst von St. Pieter wurde und 1449 starb. Ausserdem war er Kanoniker des Utrechter Doms.

Bevor Suster Bertken Klausnerin wurde, lebte sie wahrscheinlich einige Jahre in einem Konvent, möglicherweise im Windesheimer Frauenklosters Jerusalem in Utrecht. Allerdings erscheint Bertken nicht in den Archiven dieses Klosters und ein längerer Aufenthalt dort, bis vor kurzem als unumstössliche Tatsache angesehen, wird darum in neuester Zeit auch bezweifelt (J. van Aelst).

 

Werke

Von Suster Bertken sind posthum zwei Bücher in gedruckter Form erschienen, eine Abhandlng über die Passion Jesu Christi ("boecxken van dye passie") und ein Buch mit verschiedenen Traktaten, Gebeten und acht Liedern. Ein weiteres Lied wird ihr in der Handschrift Berlin 190 zugeschrieben: "dit liedekyn heeft gemaect bairt suster die clusenarinne tvtrecht"

 

Musik

Im zweiten der beiden Bücher von Suster Bertken stehen acht Lieder, deren Texte nach Aussage des Druckers auch von ihr selbst stammen: "Oeck staan hier veel lyedekens die suster Bertken selver gedicht heeft." Von den insgesamt neun Liedern, die Suster Bertken zugeschrieben werden, ist nur eines mit Melodie bekannt (Die werelt hielt mi in hair gewout, überliefert in Berlin 190, fol. 174r), von den acht in Drucken überlieferten Liedern sind keine Melodien bekannt.

 

Literatur

J. van Aelst, "Het leven van Suster Bertken. Kanttekeningen bij de recente beeldvorming", in: Ons Geestelijk Erf 72 (1998), 262-272.

J. van Aelst, ""Suffering with the Bridegroom. The Innighe sprake of the Utrecht recluse Sister Bertken", in: Ons Geestelijk Erf 71 (1997), 228-249.

A.M.J. van Buuren, "Gesprek tussen Jezus en De Minnende ziel. Suster Bertkens vierde lied", in: Madoc 16 (2002), 130-140.

 

Editionen

Mi quam een schoon geluit in mijn oren. Het werk van Suster Bertken, opnieuw uitgegeven en toegelicht door José van Aelst, Fons van Buuren en Annemeike Tan. Hilversum 2007 [Middelnederlandse tekstedities 10]

Bruning 1963 (Edition und Foto des Liedes in Berlin 190, S. 273)

C.C. van de Graft (ed.), Een boecxken gemaket ende bescreven van suster Bertken die lvii besloten heeft gheseten tot Utrecht in die buurkercke. Naar de eerste uitgave van Jan Berntsz. Utrecht 1516 opnieuw uitgeg. met een inl. een aantek. door -. Zwolle 1955 [Zwolse drukken en herdrukken 9]

(Mit Texteditionen der Lieder)

 

Facsimileausgabe

A.M.J. van Buuren (Hg.), Suster Bertken. Twee bij Jan Seversz in Leiden verschenen boekjes ('s-Gravenhage, Koninklijke Bibli0otheek, 227 G 46) in facsimile uitgegeven. Met een inleiding. Utrecht 1989

 

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zuletzt bearbeitet am 20-01-2013

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