Windesheimer Kanoniker

 

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Quellen

Henricus Loeder

Thomas a Kempis

Joh. Mauburnus

Johan Schutken

Epistola


Windesheim, Reste der Gebäude der Augustiner Chorherren

Die ersten Häuser der Windesheimer Kanoniker entstanden aus dem Bedürfnis nach kirchenrechtlicher Sicherheit heraus, da der unsichere Status der Brüder vom Gemeinsamen Leben recht unsicher war und wiederholt angefeindet wurde.

Die ersten Häuser entstanden am Ende des 14. Jahrhunderts, als die Brüder vom Gemeinsamen Leben sich nach dem Tode Geert Grotes zur Realisierung des langgehegten Plans entschlossen, einen Klosterzweig zu gründen. 

Die vier ersten Kanonikerkonvente, Windesheim, Eemstein, Marienborn und Nieuwlicht, schlossen sich 1395 zusammen zum Kapitel von Windesheim. Der Prior von Windesheim wurde der algemeine Oberste des Kapitels, sein Kloster der Sitz des Kapitels. Jährlich fand eine Kapitelversammlung statt, an der alle Prioren der angeschlossenen Klöster teilnahmen. Das Kapitel hatte einheitliche Konstitutionen und eine einheitliche Liturgie.

Das Kapitel von Windesheim breitete sich schnell aus, seinen grössten Umfang erreichte es 1511 mit 84 Männerklöstern und 13 Frauenklöstern. 

Für die Ausbreitung des Kapitels nach Osten, Deutschland, spielte das Kloster Marienwald in Frenswegen (Grafschaft Bentheim) eine wichtige Rolle. Es wurde zu einem der wichtigsten Klöster des Kapitels.

Einer der berühmtesten Bewohner eines Windesheimer Klosters war Thomas a Kempis aus dem Kloster Agnietenberg bei Zwolle, dessen Name mit dem berühmtesten Werk aus Kreisen der Devotio moderna, De imitatione Christi (über die Nachfolge Christi) in Verbindung gebracht wird.

Einfluss auf die Konstitution der Windesheimer Liturgie hatte Radulph de Rivo, ein Kanoniker aus Tongeren.

 

Literatur

Aquoy 1875-1880

De Kruif, U. etc., Een klooster ontsloten. De kroniek van Sint-Agnietenberg bij Zwolle door Thomas van Kempen, in vertaling en met commentaar. Kampen 2000.

Post 1968

S. van der Woude (Ed.), Acta Capituli Windeshemensis. Acta van de kapittelvergaderingen der Congregatie van Windesheim. 's-Gravenhage 1953 [Kerkhistorische Studies behorende bij het Nederlandsch Archief voor Kerkgeschiedenis VI)

Mohlberg, Cunibert: Radulph de Rivo. Der letzte Vertreter der altrömischen Liturgie. Louvain etc. 1911, vor allem Kap. 14 (S. 143ff.) Online

Hascher-Burger, "In omnibus essent conformes? Windesheimer Reform und liturgische Erneuerung in niedersächsischen Frauenklöstern im 15. Jahrhundert," in: Church History and Religious Culture 93 (2013), S. 535-547.

 

 

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zuletzt bearbeitet am 13-07-2016

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